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Spaltung der Gesellschaft

Alles, was im Moment in Deutschland geschieht, in unserem geliebten Deutschland, macht uns Angst!

butterfly-744115__180Es ist die Angst vor Veränderung.

Die Angst vor Veränderung ist eine Angst in uns, die jeder in sich trägt. Daraus resultiert der Wunsch nach Sicherheit, nach beschützt sein, nach Geschehnissen, die wir einordnen können, nach Solidarität, nach Gemeinschaft mit anderen, deren Meinungen, Ansichten und Leben wir verstehen.

 Doch genau diese Angst macht uns manipulierbar! Und diese Angst in uns wird von allen Stellen benutzt, um uns so zu formen, wie man uns haben will!

In unserem kleinen, persönlichen Leben sorgen wir dafür, dass wir uns einigermaßen bequem einrichten. Wir suchen uns ein Umfeld, das so ungefähr unseren persönlichen Einstellungen und Gedanken entspricht. Das gibt uns Sicherheit.

Wir kennen die Bedingungen in unserem Umfeld, in unserer Familie und danach richten wir uns aus.

Nun scheint es aber, dass wir alle plötzlich von Veränderungen betroffen sind, die wir nicht kontrollieren können. Was ist geschehen?

Menschen kommen zu uns, Menschen, die vollkommen andere Werte wie wir vertreten, die Dinge erlebt haben, die unserem Erfahrungshorizont überhaupt nicht entsprechen.

Das weckt die Angst vor Veränderung in uns.

Die einen beruhigen uns, indem sie sagen, ach das wird nicht so schlimm. Die anderen zeigen deutlich die Veränderung auf, die wir zu erwarten haben. Die Angst vor Veränderung löst natürlich auch bei uns ein enormes Sicherheitsbedürfnis aus.

Und diese Angst und die daraus resultierenden Bedürfnisse machen sich sehr viele zunutze.

Es bilden sich neue Parteien, die uns versprechen, genau diese Bedürfnisse zu erfüllen. Die etablierten Parteien ringen um ihre Macht, denn es ist ihnen wichtig, uns als ihre Wähler zu erhalten.

Sie hören die Meinung des Volkes, wenn sie nicht mehr zu überhören ist, sie drehen ihr Fähnchen in den Wind, so, dass sie glauben, uns, ihre Wähler wieder zu erreichen und unsere Bedürfnisse scheinbar erfüllen zu können.

Doch letztendlich entsteht eine große Verwirrung.

Menschen kommen zu uns, die eben nicht in unserer Vorstellung von Ordnung untergebracht werden können. Es entstehen weitere Ängste.

Es werden Gefühle, tiefe Gefühle in uns, durch das ganze Geschehen angesprochen. Natürlich möchten wir leidenden Menschen helfen.

Und das zeichnet ja auch unser Deutschland aus. Wir haben in den letzten 70 Jahren viel geleistet.

Aus einer Diktatur ist nach dem Krieg eine vorbildliche Demokratie entstanden. Wirtschaftlich sind wir aufgestiegen und haben uns den Ruf erarbeitet: „Gib dem Deutschen eine Blechdose und er baut daraus ein Auto“. Das bedeutet, wir sind fähig, in Disziplin zu arbeiten und uns selbst auch sehr viel abzuverlangen.

Gerade auch unseren Gastarbeitern, die nach dem Krieg hier in Deutschland viel geleistet haben, verdanken wir unter anderem unseren Wohlstand. Wir haben begriffen, dass Frieden unser erklärtes oberstes Ziel sein muss.

Doch das Traurige ist nun, und ich denke, es ergeht ihnen genauso, der Frieden und im Moment vor allen Dingen der soziale Frieden ist in unserem Land nicht mehr gewährleistet.

Es gibt dafür Ursachen. Das steht außer Frage. Auch in unserer vorbildlichen Demokratie gibt es noch viel zu tun. Wir haben ein soziales Auffangnetz, das im Prinzip vorbildlich ist in der Welt. Doch, weil nun mal jedes Ding zwei Seiten hat, ist dieses Netz, auch nicht nur gut, sondern ist angreifbar und kann zum Schaden aller ausgenutzt werden.

Doch die alles entscheidende Frage ist jetzt:

Was kann der Einzelne für sich in dieser Situation tun?

 Viele erleben sich ohnmächtig, werden böse, greifen nach jedem Strohhalm, der sich ihnen bietet. Und Strohhalme werden reichlich gereicht. Da sind die Bürgerwehren, die scheinbare Sicherheit geben wollen, da sind die Hilfstätigen, die glauben durch ihren Einsatz, den ankommenden Menschen Dankbarkeit und Folgsamkeit abringen zu können. Da sind die Stimmen, die die Schuld an der Veränderung, den ankommenden Menschen oder der Regierung  oder dem einzelnen, der scheinbar über eine falsche Einstellung verfügt, zuweisen möchten.

Es bilden sich Spaltungen in der Gesellschaft, wo jede Spaltung der Meinung ist, die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen zu dürfen.

Und in diesem Prozess der Spaltung, der überhaupt erst möglich ist, weil er auf unserer ureigenen Angst basiert, driften wir alle auseinander und merken nicht, wie wir damit, eine Manipulation unseres Selbst auf jeder Ebene zulassen.

Wir können das, was im Moment passiert, auch gerade in unserem geliebten Deutschland, nur gemeinsam bewältigen.

Zuerst einmal müssen wir uns mit dem Ist-Zustand, dem momentanen Ist- Zustand auseinandersetzen.

Es wird uns nicht weiterhelfen, wenn wir eine Realität, eine Realität des unausgewogenen Multikultis leugnen oder zumindestens beschönigen, mit der wir in Zukunft zu leben haben.

Dass wir uns so verhalten, basiert letztendlich wieder auf unserer Angst vor Veränderung.

Angst ist immer das Gegenteil von Liebe. Und Frieden ist ein Attribut der Liebe. Daraus folgert, dass wir tatsächlich wieder in die Liebe zurückfinden müssen. Leider ist es so, dass die Liebe als Wort schon ziemlich abgegriffen ist. Was wir tatsächlich unter Liebe verstehen, müssen wir erst mal vollkommen neu definieren.

Aber eins kann ich Ihnen an dieser Stelle schon einmal sagen:

  • Liebe ist eben nicht nur Rosen zu verteilen.
  • Liebe ist eben nicht nur hilfsbereit zu sein.
  • Liebe ist eben nicht nur tolerant in allen Dingen zu sein.
  • Liebe ist auch „Nein“ zu sagen.

Aber das Wesen der Liebe hat einen tiefen Kern und eine vollkommen andere Qualität als die, die wir uns gemeinhin vorstellen.

Wenn wir diese Qualität errungen haben, eröffnet sich uns ein ganz neuer Weg. Ein Weg, den wir heute noch gar nicht beschreiben könnten, aber ein Weg, der dem Wohl aller entspricht!!!

Weiteres möchte ich jedoch an anderer Stelle näher erläutern.

Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, seine ureigene Angst zu verstehen, zu bearbeiten und aufzulösen.

Wenn uns das gelingen würde, könnten wir einen gemeinsamen Weg gehen, einen Weg der uns alle verbindet, der uns ahnen lässt, dass wir alle als Menschheit in einem Boot sitzen.




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